Lebensrecht für vier Pfoten

aktualisiert am 6. Mai 2012: Aktuelles 

Lebensrecht für vier Pfoten steht ...

... für das Bewusstsein, dass nicht der perfekt funktionierende Körper das Leben ausmacht, sondern unsere Fähigkeit, das Leben auch in schwierigen Situationen anzunehmen und zu meistern.

... für das Wissen um die menschliche Pflicht, das Lebensrecht unserer Freunde auf vier Pfoten zu schützen und ihnen mit allen verfügbaren Möglichkeiten auch in Zeiten der Krankheit eine optimale Lebensqualität zu bieten.

... für das Eintreten gegen eine verfrühte Euthanasie, wenn es noch eine Chance für erfüllte Monate voller Liebe, Vertrauen und Dankbarkeit gibt - geschenktes Leben.

... für die Unterstützung der tiermedizinischen Forschung, um neue leistbare und effektive Therapien für den Hund zu entwickeln.

... für die Minimierung von Krankheitsrisiken durch eine Zuchtethik im Zeichen moralischer und tierschutzrechtlicher Verantwortung.

Seit 1986 die erste Boxerhündin, damals schon sieben Jahre alt, bei mir einzog, teile ich den größten Teil meines Lebens mit meinen Hunden. Erna durfte noch zwei schöne Jahre mit mir verbringen, bevor sie an einem Herztumor verstarb. Ihre Nachfolgerin Romy, als Famiilienhündin die Perfektion schlechthin, begleitete mich e elf lange Jahre durch eine wunderschöne und glückliche Phase meines Lebens, bis wir sie drei Wochen nach einem Schlaganfall gehen lassen mussten. Sie war organisch vollkommen gesund. Ob ein Hirntumor dahintersteckte, wurde damals nicht ausdiagnostiziert. In den folgenden Jahren verschuf Anna, mit der ich 2004 den Weg in die Boxerzucht ging, mir einige meiner wichtigsten und nachhaltigsten Begegnungen. Sie starb mit nur sieben Jahren und zwei Monaten an einem leider nicht letztgültig abgeklärten Tumorleiden, und die Fragen um ihre Erkrankung haben mich zum Teil bis heute nicht losgelassen. Annas Tochter Aurora schenkte mir später den B- und C-Wurf meiner Boxerzucht, aber Aurora hatte noch eine ganz andere Mission zu erfüllen. Sie starb im Alter von nur sechs Jahren und acht Monaten an den Folgen eines malignen spinalen Lymphoms. Die Monate, die ich Aurora in ihrer Krankheit begleiten durfte, haben mich und mein Leben entscheidend verändert, und ich empfinde es heute als eine meiner wichtigsten Aufgaben, das Erbe, das sie mir weit über ihre Töchter Braganza und Cordelia hinaus hinterlassen hat, zu bewahren und weiterzugeben.